Hier sind einige einfache Maßnahmen, mit denen Sie die Menge an unerwünschten E-Mails reduzieren können, die möglicherweise täglich in Ihrem Posteingang landen.


Die meisten von uns sind es inzwischen leid, sich jedes Mal, wenn sie ihre Posteingänge öffnen, durch Dutzende von unerwünschten Werbe-E-Mails zu klicken. Unser Alltag ist hektisch genug – auch ohne die tägliche Routine, jeden Morgen Dutzende von zweifelhaften Nachrichten aussortieren zu müssen.  

Laut einem Bericht für das Jahr 2013 sind 69 Prozent aller E-Mails nichts anderes als Spam-Nachrichten.*

Die spannende Frage: Woher kommt all dieser digitale Müll und wie lässt sich diese Flut ein für alle Mal stoppen? Gibt es keine Gesetze gegen dieses Ärgernis? Doch, die gibt es. Aber sie halten Spammer nicht davon ab, ihre Ware zu versenden, wie Sie zweifelsohne täglich feststellen können. Hier sind die Gründe, warum dies möglich ist.

In vielen Ländern gibt es eigene Gesetze, um das Versenden unerwünschter E-Mails zu unterbinden. In Großbritannien wurde die EU-Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation im Jahr 2003 in nationales Recht umgesetzt. Dieses Gesetz schreibt vor, dass Benutzer dem Empfang von Marketing-E-Mails zustimmen müssen, falls nicht bereits eine Geschäftsbeziehung zwischen dem Empfänger und dem fraglichen Unternehmen besteht. In Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland existieren ähnliche Gesetze.

Sie fragen sich, warum Sie dennoch diese Flut an Spam-E-Mails erhalten? Von den meisten Unternehmen, die diese Nachrichten versenden, haben Sie noch nie gehört. Und ganz sicher haben Sie nie zugestimmt, dass sie Ihren Posteingang überschwemmen.

Möglich ist dies, weil die meisten dieser unerwünschten E-Mails aus Ländern außerhalb von Europa stammen. Das heißt, dass entweder die Gesetze nicht gelten oder die Versender die Vorschriften einfach ignorieren. (Spammer gehören nicht unbedingt zu der Spezies, die für ihre Skrupel bekannt ist.)

Doch keine Angst! Es gibt einige einfache Maßnahmen, mit denen Sie die Menge an unerwünschten E-Mails reduzieren können, die möglicherweise täglich in Ihrem Posteingang landen.

Tipps zur Abwehr von Spam

Antworten Sie nicht – Auch wenn Sie sich kurzfristig besser fühlen: Lassen Sie sich nicht zu einer zornigen Antwort an Spammer hinreißen. Denn damit geben Sie ihnen nur einen wichtigen Hinweis darauf, dass es sich um eine funktionierende E-Mail-Adresse handelt. Das könnte zu noch mehr Spam in Ihrem Posteingang führen.

Dasselbe gilt auch für das Klicken auf einen Abmeldetext, um Ihre E-Mail-Adresse aus der Marketingliste des Unternehmens zu entfernen. Wenn die E-Mail nicht von einem bekannten und renommierten Unternehmen stammt, das in Ihrem Land geschäftlich tätig ist, weisen Sie den Absender durch Klicken auf einen Link in einer unerwünschten E-Mail nur darauf hin, dass Sie die E-Mail geöffnet haben – für den Spammer eine wertvolle Information, um noch mehr Spam an Ihre E-Mail-Adresse zu senden.

Blockieren Sie alle Bilder – Selbst wenn Sie Spam-E-Mails nicht beantworten und auch nicht auf Links in der Spam-E-Mail klicken, können Spammer dennoch feststellen, ob Sie eine Nachricht geöffnet haben, indem sie überprüfen, ob ein in der Spam-Nachricht enthaltenes Bild auf Ihrem Bildschirm angezeigt wird. Dieses Bild kann nur aus einem Pixel bestehen – also so klein sein, dass Sie es nicht bemerken.
Gehen Sie auf Nummer sicher und stellen Sie Ihr E-Mail-Programm so ein, dass alle Bilder blockiert werden. Suchen Sie in Ihrer E-Mail-Anwendung unter "Optionen" oder "Extras" nach der entsprechenden Option. In einigen E-Mail-Programmen werden Bilder bereits standardmäßig blockiert.

Halten Sie Ihre Haupt-E-Mail-Adresse unter Verschluss – Sie haben mit Ihrer E-Mail-Adresse im Internet an einem Gewinnspiel teilgenommen oder eine Antwort an ein offenes Forum gesendet? Dann haben Sie möglicherweise das Tor zu Ihrem Posteingang für all die unerwünschten E-Mails geöffnet, die Sie erhalten.

Viele Gewinnspiele existieren nur aus einem einzigen Grund: Sie sammeln E-Mail-Adressen. Außerdem gibt es spezielle Programme, die das Internet nach allem durchsuchen, was nach einer E-Mail-Adresse aussieht.

Verhindern Sie, dass jemand Ihre E-Mail-Adresse in die Finger bekommt. Erstellen Sie eine zweite "spamfreundliche" E-Mail-Adresse – eine, die Sie nicht vorrangig als private oder geschäftliche E-Mail-Adresse nutzen. Sie können auch temporäre E-Mail-Services nutzen, die nicht länger als eine Stunde aktiv sind. (Suchen Sie im Internet nach solchen E-Mail-Services.)

Schützen Sie Ihre E-Mail-Adresse darüber hinaus, indem Sie sie in einer Form schreiben, die nur ein Mensch versteht, beispielsweise "Hans S At E-Mail Adresse.com" mit der Anweisung, alle Leerzeichen zu entfernen.

Aktivieren Sie wirksame Antispam-Filter – Das klingt vielleicht selbstverständlich, doch die Wirksamkeit des Filters kann von mehreren Faktoren abhängen:

  • Ist die Anwendung bei der Abwehr der neuesten Spam-Trends auf aktuellem Stand? Oft ist es ein Katz-und-Maus-Spiel, wenn es darum geht, wer im Kampf gegen unerwünschte E-Mails die Nase vorn hat. Veraltete Informationen in Ihrer Schutzsoftware können zu ineffektiven Ergebnissen führen.
  • Tragen Sie Ihre bekannten Kontaktpersonen in eine Positivliste (Whitelist) ein und kennzeichnen Sie unerwünschte E-Mails als Spam. Dies kann anfangs einige Minuten dauern, doch betrachten Sie es als sinnvolle Investition. Mit ein wenig Zeitaufwand an dieser Stelle können Sie Ihrem E-Mail-Programm beibringen, was legitime E-Mails sind und was Spam ist.

Die meisten Spam-E-Mails gibt es aus einem einzigen Grund: Sie lassen sich relativ einfach versenden (auch wenn dabei einige Gesetze übertreten werden). Selbst eine unglaublich niedrige Antwortquote von 0,001 Prozent kann relativ lukrativ sein, wenn die E-Mail an Millionen von Nutzern gesendet wird. Dubios? Sicherlich. Lästig? Auf jeden Fall. Doch irgendjemand da draußen muss auf diese Nachrichten antworten oder die Spammer würden aufhören, sie zu versenden.

Mit Norton™ Internet Security ist es ganz einfach, Spam zu blockieren. Es filtert diese lästigen E-Mails automatisch und entfernt sie, bevor sie in Ihren Posteingang gelangen. Hier erfahren Sie mehr darüber, wie diese Anwendung funktioniert und wie sie Sie noch auf andere Weise schützt.

*Symantec 2013 Internet Security Threat Report, Band 18