Wie sind Einzelpersonen von Internetbetrug betroffen? Lesen Sie die folgende wahre Geschichte. Erfahren Sie mehr über die Grundlagen des Internetschutzes, um kein Opfer von Internetbetrug zu werden.

Michelles Geschichte

Die Kosmetikerin Michelle aus Kansas hatte ihren Computer seit drei Jahren und benutzte ihn, um mit ihren alten Schulfreunden in Kontakt zu bleiben. Sie sah sich außerdem gerne Kosmetikprodukte im Internet an, hatte jedoch noch nie etwas gekauft. Sie ist alleinerziehende Mutter von zwei Söhnen, die den Computer in erster Linie zur Recherche für Hausarbeiten benutzten.

Im Laufe des letzten Jahres bemerkte Michelle jedoch, dass ihr Computer langsamer arbeitete als bisher. Zum Zeitpunkt unserer Umfrage hatten ihre beiden Söhne schon ganz aufgegeben, mit dem Computer zu arbeiten, weil dieser so langsam war, dass er für sie nicht mehr zu gebrauchen war.

Zur Weihnachtszeit wollte Michelle einige kleine Aufmerksamkeiten für ein paar Arbeitskollegen einkaufen. Als besonderes Geschenk wollte sie für ihre Arbeitskollegin im Internet einen speziell gefertigten Anhänger bestellen. Da ihr Computer zu Hause nicht zu verwenden war, bestellte sie das Schmuckstück von dem Computer ihrer Schwester aus. Schon bald fiel ihr auf, dass auch der Computer ihrer Schwester sehr langsam arbeitete, und schloss daraus, dass Computer einfach nicht das Richtige für sie waren.

Allerdings war Michelles neuer Partner ein Informatikstudent, und als sie ihm von den langsamen Computern erzählte, schloss er sofort auf Spyware. Er lud ein Erkennungsprogramm für Spyware herunter und seine Ahnung wurde bestätigt. Es dauerte mehrere Tage, bis er das Chaos auf den Computern beseitigt hatte und die Spyware entfernen konnte, doch letztendlich waren sie wieder funktionstüchtig. Zusätzlich installierte er noch Antivirus- und Sicherheitssoftware auf den Computern von Michelle und ihrer Schwester, und die beiden surften schon bald wieder im Netz. Doch die Geschichte ist hier noch nicht zu Ende.

Während Michelle mit dem Computer ihrer Schwester im Internet war, hatte sie eine Popup-Werbung gesehen, in der ihr verkündet wurde, sie hätte 500 Dollar gewonnen. Sie müsse lediglich einige Fragen beantworten und hätte dann Anspruch auf einen Einkaufsgutschein für ein örtliches Kaufhaus im Wert von 500 Dollar. Michelle beantwortete die Fragen und erfuhr dann, dass sie erst zwei kleine Artikel kaufen müsste, um den Gutschein zu erhalten. Sie bestellte die zwei billigsten der zur Auswahl stehenden Artikel und gab dazu ihre Kreditkartendaten an. Im Anschluss versuchte sie, sich den Einkaufsgutschein zu holen.

Doch die Website nahm die von ihr eingegebenen Daten nicht an, und nach mehreren missglückten Versuchen gab Michelle auf und schrieb eine E-Mail an die Betreiber der Website, in der Hoffnung, dass diese ihr helfen würden. Sie schrieb zwei E-Mails, doch sie erhielt keine Antwort. Ihre Kreditkarte wurde für den Kauf der zwei "kleinen Artikel" belastet, doch von den 500 Dollar bekam sie nichts zu sehen. Internetbetrüger hatten wieder einmal triumphiert.